01. Oct. 2024✦Unterwegs
Schottland - Sightseeing
An den letzten beiden Tagen unserer Schottlandreise haben wir uns Sightseeing in Glasgow und Edinburgh auf den Plan gesetzt. Dazu verlassen wir unser gemütliches Tiny House und fahren in Richtung Süd-Osten.

Straßenkunst und Zweiklassen-Gesellschaft
Nach einer langen Fahrt wird das Auto etwas außerhalb der Innenstadt von Glasgow geparkt und eine Touristeninformation aufgesucht. Neben der Stadterkundung sind wir auf der Suche nach Strassenkunst. Gemeint sind Kunstwerke, die ähnlich dem Graffiti, an Fassaden von Gebäuden oder Mauerwerken gesprüht sind.
Silvana hatte in Erfahrung gebracht, dass wir bei der Touristeninformation einen Stadtplan bekommen, auf dem die Orte der Street Art Motive verzeichnet sind. Eine Schnitzeljagd durch die Stadt beginnt. Bei jedem gefundenen Ort staune ich nicht schlecht, was mit Sprühfarbe an einer entsprechenden Fassade möglich ist.
Glasgow ist eine Arbeiterstadt, die im Umbruch ist. Entsprechend bekommen wir hautnah mit, wie nah Armut und Wohlstand hier beisammen ist. Diese Erkenntnis und viele Fotos der beeindruckenden Street Art Motive werden am späten Nachmittag aus Glasgow mitgenommen. Wir machen uns auf den Weg zur nächsten Unterkunft in der Nähe von Edinburgh und sind gespannt.
Caldercruix
Die Gemeinde Caldercruix liegt etwas außerhalb in den Central Lowlands. Hier befindet sich das Craig Park House. Ein B&B Hotel im traditionell, schottischen Gewand. In unserem Zimmer finden wir jedwede Klischees. Von einem großen, sehr weichen Bett und schweren Gardinen bis hin zu jeder Menge Kissen. Selbst die Infos für den Gast sind handschriftlich verfasst. Am Abend wird das Dorf erkundet und der örtliche Pub "The Railway Tavern" besucht. Die Dörfler grüßen freundlich, aber das gesamte Ambiente des Ortes wirkt finster. Am Morgen erwartet uns ein sehr gutes Frühstück.










Architektur, Kunst und Shopping
Am letzten Tag unserer Reise besuchen wir die Hauptstadt. Um einen möglichst umfangreichen Eindruck zu bekommen, haben wir eine Hop-On Hop-Off Tour mit dem Bus gebucht. Diese Tour erweist sich als sehr praktisch, da in relativ kurzer Zeit viel von der Stadt geboten wird. Es ist zudem sehr voll mit Touristen und der Bus bahnt sich den Weg durch die Menge. Zu Fuß wäre das stressiger geworden. Sehr zu empfehlen!
Wir entdecken einen örtlichen Kunstmarkt und verlassen zunächst unser sicheres Gefährt. Ein schön angelegter Markt mit handwerklicher und gemalter Kunst erwartet uns. Die Werke des schottischen Künstlers Craig McEwan beanspruchen unsere volle Aufmerksamkeit. Der sehr nette junge Mann erleichtert uns um einige Pfund Sterling. Wir nehmen ein paar seiner Kunstwerke mit zur nächsten Runde Hop-On Hop-Off.
Die meisten Gebäude der Stadt kommen in einer beeindruckende Architektur daher. Der Bus fährt uns an gepflegten Parkanlagen, Regierungsgebäuden und dem Stadtzentrum mit der Höhenburg Edinburgh Castle vorbei. Wir sind begeistert und uns einig, dass ein Tag für diese wunderbare Stadt niemals ausreicht.
Die Tour beenden wir am Princes Street Garden und durchqueren die Parkanlage bis zur Princes Street. Die Empfehlung hier ist die Kreditkarte zu Hause zu lassen. Jedweder Gechmack wird durch einige Shops bedient. Nicht weit entfernt befindet sich die 1820 Johnny Walker Rooftop Bar. Silvana hat bereits vorsorglich am Morgen einen Tisch reserviert. Bei entsprechendem Ambiente wird hier Edinburgh von weit oben bestaunt. Ein sehr naher Blick auf Edinburgh Castle wird geboten und lädt zum Schießen jeder Menge Fotos ein.
Nach dem langen Tag und einer guten Pizza versinken wir (im wahrsten Sinne) im Bett. Am nächsten Morgen geht es nach einer herzlichen Verabschiedung zum Flughafen. Es bleiben heftige Eindrücke von atemberaubenden Orten, die schöne Erfahrung mit dem Tiny House und viele Fotos. Vielleicht das nächste Mal mit dem Motorrad?? ;-)
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